Doris Wetzel verlässt Dechra - Zeit für einen neuen Lebensabschnitt

Nach 17 Jahren bei Dechra Deutschland und der Albrecht GmbH verabschiedet sich Doris Wetzel mit „einem weinenden und einem lachenden Auge“ aus dem Unternehmen. Für viele Tierärzt:innen ist ihr Name eng mit Fortbildungsveranstaltungen, Messeauftritten und persönlichem Austausch verbunden. Als Produktmanagerin im Bereich Praxisbedarf war Doris Wetzel über viele Jahre für ein breites und anspruchsvolles Aufgabenspektrum verantwortlich. Doch ein Aspekt prägte ihre Arbeit ganz besonders: die Organisation und Begleitung von Veranstaltungen. Über 200 Fortbildungen, Messen und Fachtreffen hat sie in diesen Jahren auf den Weg gebracht – mit hoher Professionalität, großer Verlässlichkeit und einem ausgeprägten Gespür für Menschen.

„Die Arbeit hat mir immer viel Freude gemacht – gerade weil sie so vielseitig war“, sagt sie rückblickend. Neue Produkte wurden eingeführt, andere kritisch hinterfragt und gegebenenfalls wieder aus dem Portfolio genommen. Märkte verändern sich, Anforderungen wachsen, und genau diese Dynamik habe ihre Arbeit über all die Jahre spannend gehalten. Besonders wichtig war ihr dabei stets das Miteinander: Aus Kolleg:innen wurden Freund:innen, aus beruflichen Kontakten langjährige Wegbegleiter:innen.

Der Abschied fällt ihr deshalb nicht leicht. Das „weinende Auge“ gilt vor allem den Menschen, den täglichen Begegnungen und dem gelebten Teamgeist. Gleichzeitig steht ihr Abschied auch im Kontext struktureller Veränderungen: Zum 1. Februar 2026 gibt Dechra den Geschäftsbereich Praxisbedarf ab. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die WDT den Praxisbedarf von Dechra – inklusive der etablierten Marken Colorflex, AlFlex und Al-Vet. Für Doris Wetzel markiert dieser Zeitpunkt zugleich den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Das „lachende Auge“ blickt auf mehr Freiheit, weniger Termine und weniger Kofferpacken zwischen Leipzig, Berlin oder Bielefeld – und auf mehr Zeit für das, was im Berufsleben oft zu kurz kommt. Mit ihrem Mann, der bereits im Ruhestand ist, beginnt nun eine neue Phase. Reisen ohne festen Plan, längere Aufenthalte, vielleicht einige Monate in Griechenland, ein lang gehegter Wunsch nach einer Reise in die USA oder nach Südafrika. „Einfach tun und lassen, was ich will“, beschreibt sie diese Zeit mit großer Gelassenheit und Dankbarkeit. Ihr Abschied steht für das Ende eines beruflichen Kapitels, das von persönlichem Einsatz, Nähe zur Praxis und echter Begeisterung für die Tiermedizin geprägt war.

Andreas Moll