Webinar: Monoklonale Antikörper in der Tiermedizin

Die Tiermedizin erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel: Monoklonale Antikörper (mAbs) entwickeln sich zunehmend von innovativen Spezialtherapeutika zu festen Bestandteilen moderner Behandlungsstrategien. Was in der Humanmedizin bereits seit Jahren zahlreiche Therapiegebiete revolutioniert, gewinnt nun auch in der veterinärmedizinischen Praxis rasant an Bedeutung – hochspezifisch, langanhaltend und mit vergleichsweise geringer Nebenwirkungsrate.

Gerade für Tierärzt:innen, die wissenschaftlich fundiert arbeiten und zugleich praxisnahe Lösungen für chronische Erkrankungen suchen, sind mAbs heute ein zentrales Zukunftsthema. Denn ihr Wirkprinzip unterscheidet sich grundlegend von klassischen Pharmaka: Statt breit in komplexe Stoffwechselprozesse einzugreifen, binden monoklonale Antikörper gezielt an krankheitsrelevante Antigene und modulieren Signalwege direkt an der Ursache.

Der therapeutische Nutzen ist enorm: In der Dermatologie hat Zoetis mit Cytopoint® neue Standards in der Behandlung des atopischen Juckreizes gesetzt. In der Schmerztherapie markieren Librela® und Solensia® einen Paradigmenwechsel in der Behandlung osteoarthrosebedingter Schmerzen bei Hund und Katze. Die Vorteile liegen auf der Hand: lange Wirkdauer, verbesserte Compliance, weniger tägliche Medikamentengabe und eine gezielte Intervention mit hoher Spezifität.

Doch das Potenzial reicht deutlich weiter. Bereits heute werden monoklonale Antikörper nicht nur bei Allergien oder Arthrose diskutiert, sondern perspektivisch auch in Onkologie, Autoimmunerkrankungen und weiteren chronischen Entzündungsprozessen. Für viele Praxen stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob mAbs relevant sind – sondern wie schnell dieses Wissen in den klinischen Alltag integriert werden sollte.

Drei Expert:innen, drei Perspektiven

Ein hochkarätig besetztes Online-Seminar beleuchtet deshalb die wissenschaftlichen Grundlagen, aktuellen Einsatzfelder und zukünftigen Entwicklungen dieser Technologie.

Prof. Sabine Kästner (TiHo Hannover) bringt als Spezialistin für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Analgesie eine zentrale Perspektive auf den Einsatz moderner Antikörpertherapien im Schmerzmanagement ein.

Prof. Dr. Ralf Müller (LMU München), einer der international renommiertesten Veterinary Dermatologists, ordnet den klinischen Nutzen von mAbs in der Dermatologie ein – einem Fachgebiet, in dem diese Wirkstoffe bereits heute viele Therapiealgorithmen nachhaltig verändert haben.

Dr. Kathrin van den Brulle, Immunologin, Apothekerin und Gründerin von adivo, verbindet Human- und Veterinärmedizin auf einzigartige Weise. Mit ihrer Expertise in der Entwicklung monoklonaler Antikörper und der Integration von adivo in Zoetis steht sie exemplarisch für die nächste Generation translationaler Therapien in der Tiermedizin.

Fortbildung am Puls der Zeit

Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen:

  • Wie funktionieren monoklonale Antikörper biologisch?
  • Welche Einsatzfelder sind heute klinisch relevant?
  • Welche Rolle spielen mAbs künftig in weiteren Disziplinen?
  • Welche konkreten Schlussfolgerungen ergeben sich bereits jetzt für die Praxis?

Für Tierärzt:innen bietet sich damit die Chance, sich fundiert mit einer Technologie auseinanderzusetzen, die das therapeutische Spektrum der Kleintiermedizin bereits heute erweitert.

Kostenlose Teilnahme durch ZOETIS ermöglicht.